Vier Schweizer standen auf dem Menu von Tag 1 in der Roy Emerson – und die Delikatesse gabs für die zahlreich angereisten Fans zum Schluss.
Dominic Stricker bestätigte seine aufstrebende Form und schlägt bei seiner diesjährigen Premiere auf ATP-250-Stufe gleich den rund 320 Weltranglistenplätze besser klassierten Spanier Jaume Munar (ATP 44) mit 6:2, 6:4 – sein wertvollster Sieg seit genau einem Jahr, als er an gleicher Stätte die erste Runde überstand. Gstaad und Dominic Stricker – das passt.
Das Publikum, das zuvor durch Stan Wawrinka und Jérôme Kym im Doppel auf dem Centre Court gegen Demoliner/Galloway (BRA/USA – 4:6, 5:7) gehörig aufgeheizt geworden war, hatte der Berner Lokalhelden natürlich ganz auf seiner Seite. Und dieser dankt es ihm und dem Turnier, das ihn mit einer Wildcard fürs Hauptfeld ausgestattet hatte, mit einer Glanzleistung. Im Berner Oberland steht er damit zum dritten Mal in den Achtelfinals und wird dort auf den Sieger der Partie zwischen Alexandre Muller (FRA) und Aleksandr Shevchenko (KAZ) treffen.
Kilian Feldbausch (ATP 262) blieb dieser Erfolg derweil verwehrt. Der 20-jährige Genfer unterlag zum Auftakt der Swiss Open in Gstaad dem Serben Miomir Kecmanovic (ATP 59) nach umkämpften drei Sätzen mit 1:6, 6:1, 3:6. Aber dass dennoch ein weiterer Schweizer unter den letzten 16 stehen wird, ist bereits sicher, da am Dienstag, dem traditionellen Swiss Day, zwei Einheimische aufeinander treffen – Jérome Kym wird vom erfolgreichen Qualifikanten Dylan Dietrich gefordert.
Danach gehts Schlag auf Schlag mit weiteren Highlights vor ausverkauften Tribünen: Nachdem sich der Grieche Stefanos Tsitsipas und der Peruaner Ignacio Buse – zwei Gstaad-Halbfinalisten der letzten beiden Jahre – duellieren, wird Stan Wawrinka (ATP 117) zur abendlichen Primetime seine Abschiedsmission gegen den Portugiesen Jaime Faria (ATP 92) im Saanenland starten. Gute Stimmung und viele Emotionen sind garantiert!


