Raphael Collignon gegen Juan Manuel Cerundolo, Aleksandr Shevchenko gegen Stefanos Tsitsipas. Die letzten Vier des EFG Swiss Open Gstaad stehen allesamt in ihrem ersten ATP-Halbfinal des Jahres.
Überraschungsmann Raphael Collignon (ATP 42) stand am ausverkauften Viertelfinal-Tag als erster Halbfinalist des diesjährigen EFG Swiss Open Gstaad fest. Der 24-jährige Belgier brauchte allerdings fast zweieinviertel Stunden, bis er den Monegassen Valentin Vacherot (ATP 21) niedergerungen hatte (7:6, 4:6, 7:5). Collignon feiert damit seinen ersten Halbfinal-Einzug in diesem Jahr, hatte 2026 aber bereits mit Erfolgen über den Weltranglisten-Fünften Ben Shelton, French-Open-Finalist Flavio Cobolli oder den Bulgaren Grigor Dimitrov auf sich aufmerksam gemacht.
An seinen nächsten Gegner hat Collignon weniger gute Erinnerungen. Beim einzigen Treffen mit Juan Manuel Cerundolo (ATP 45) in der laufenden Saison in Eastbourne unterlag er knapp in drei Sätzen. Und dem Argentinier liegt die Alpenluft: Wie im vorangegangenen Jahr eliminierte er wieder im Viertelfinal von Gstaad den an Nummer 2 gesetzten Norweger Casper Ruud (ATP 13) – 3:6, 7:5, 6:2. Cerundo unterlag damals erst im Final dem Kasachen Alexander Bublik.
Der Titelverteidiger wird bei dieser Ausgabe allerdings nicht mehr zu sehen sein. Als eines der Regenopfer in der oberen Tableau-Hälfte verlor Weltnummer 11 Bublik die Fortsetzung seines Vortages-Matchs gegen den Franzosen Quentin Halys (FRA, ATP 90) im Tiebreak des dritten Satzes. Bei Unterbruch hatte er im letzten Durchgang mit 6:5 geführt.
Halys Freude über den Viertelfinal-Einzug währte indes nicht lange. Er unterlag alsbald Aleksandr Shevchenko (KAZ, ATP 100) mit 6:7, 3:6 – nachdem dieser zuvor schon Dominic Stricker auf Court 1 geschlagen hatte. Der Berner hatte bei Unterbruch am Donnerstag noch 4:3 mit Break-Vorsprung geführt, bei der Fortsetzung dann nur noch drei Games holen können (5:7, 2:6).
Nach einem langen Arbeitstag musste Shevchenko dann nur noch darauf warten, seinen Halbfinalgegner zu kennen. Es ist Stefanos Tsitsipas (ATP 85)! Der charismatische Grieche, der die Kulisse im Berner Oberland so sehr geniesst, verlängerte seinen Aufenthalt in Gstaad mit einer starken Leistung gegen den derzeit deutlich besser klassierten Franzosen Arthur Rinderknech (ATP 28). Das 6:3, 3:6, 6:3 dürfte Tsitsipas viel Antrieb bei der Rückeroberung von Weltranglistenpunkten verleihen. Vor dem Halbfinal ist die frühere Weltnummer 3 allerdings gewarnt. Das einzige bisherige Duell 2025 beim United Cup in Australien gewann Shevchenko.


