Zwei siegreiche Gstaad-Liebhaber – und einige Pechvögel

Für Casper Ruud und Juan Manuel Cerundolo (ATP 45) war es ein guter Tag. Für Alexander Bublik, Jérôme Kym und Dominic Stricker ein schwieriger.

Casper Ruud (ATP 13) brauchte etwas Zeit, bis er sich an die speziellen Bedingungen in der Höhe der Berner Alpen gewöhnt hat. Gegen Jaime Faria (ATP 92) musste der Norweger über drei Sätze, aber am Ende – nach über zweieinhalb Stunden – setzte sich die Klasse des zweifachen Gstaad-Champions durch und er zwang den portugiesischen Wawrinka-Bezwinger 6:7, 6:4, 6:2 in die Knie.

Ruud kennt auch schon seinen nächsten Gegner. Es ist der argentinische Vorjahresfinalist Juan Manuel Cerundolo (ATP 45), der sich 3:6, 6:3, 7:5 über den Serben Miomir Kecmanovic durchsetzte. Ruud dürfte gewarnt sein: Schon letztes Jahr traf er im Viertelfinal auf Cerundolo – es bedeutete für ihn Endstation.

Auch der Argentinier brauchte über zwei Stunden für seinen Sieg. Während die Zuschauer in der beinahe ausverkauften Roy Emerson Arena bereits mit sechs Sätzen Weltklasse-Tennis verwöhnt wurden, hatten weitere Turnier-Protagonisten am Donnerstag etwas Pech.

Zunächst musste Jérôme Kym lange auf die Fortsetzung seines Thrillers gegen Stefanos Tsitsipas (ATP 85) warten, der am Vortag bei 5:5 im dritten Satz wegen Dunkelheit unterbrochen worden war. Der Neustart gelang dem 23-jährigen Aargauer zwar gut, aber nachdem er drei Breakbälle gegen den Griechen nicht nutzen konnte, verlor er den entscheidenden Tiebreak mit 5:7. Tsitsipas trifft nun auf den Franzosen Arthur Rinderknech (ATP 28).

Weil einsetzender Regen das Programm zusätzlich verzögerte und ein Gewitter die Action schliesslich ganz unterbrach, konnte Titelverteidiger und Weltnummer 11, Alexander Bublik (KAZ), sein Match gegen Quentin Halys (FRA) beim Stand von 7:6, 4:6 und 6:5-Führung nicht beenden.

Noch ungünstiger lief es für Lokalmatador Dominic Stricker. In der Hoffnung, seine Partie gegen Aleksandr Shevchenko (KAZ) unter Flutlicht beenden zu können, musste der Berner auf Court 1 ausweichen. Aber sämtliche Anstrengungen der Organisatoren, den Fans zu bieten, was sie sehen wollten, nützten nichts: Nach nur sieben Games (4:3 für Stricker) gab es nur noch DJ-Sound unter den schützenden Zelten im Turnierdorf.

Für Stricker und Bublik bedeutet dies ein Monster-Programm am Freitag. Beide müssen ihre Partien beenden und dann noch die Viertelfinals spielen – Stricker sogar noch sein Doppel mit dem Zürcher Dylan Dietrich.

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Attraktiver Donnerstag mit Ruud, Kym Bublik und Stricker