Jahr: 2026

Was für ein Finaltag beim EFG Swiss Open Gstaad! Ein spannendes Match höchsten Niveaus, ein neuer Sieger, fantastisches Wetter und ein restlos ausverkauftes Stadion. «Schöner kann ein ATP-250-Turnier nicht sein», sagt sogar der Champion selbst.

Bei seinem zweiten Anlauf im Berner Oberland hat er es geschafft: Stefanos Tsitsipas gewinnt das Turnier, von dem er schon vor zwei Jahren von «Liebe auf den ersten Blick» sprach. Beim umkämpften 6:4, 6:7, 6:3 über seinen äusserst couragiert spielenden belgischen Finalgegner, Raphael Collignon, lief der 27-jährige Grieche zu Hochform auf. Bis zum letzten Ballwechsel zeigte er sich konzentriert, in bester körperlicher Verfassung, voller Selbstvertrauen und absolut entschlossen, seinen 13. Titel – den ersten seit Februar letzten Jahres in Dubai – zu holen. Er katapultiert ihn in der Weltrangliste um 34 Ränge nach oben, neu wird die ehemalige Weltnummer 3, die schwierige Monate hinter sich hat, wieder auf Position 51 klassiert sein.

Tsitsipas im Glück – bei der Siegerehrung, beim Autogramme geben und Selfies machen mit den frenetischen Fans, sogar beim Sprung ins kalte Wasser des Brunnens vor dem Hotel Grand Bellevue, um den ihn die Turnier-Organisatoren für ein spezielles Siegerfoto baten. Einzig beim Stemmen der schweren Gstaader Granit-Trophäe kam der athletische Athener kurz ins Wanken …

Aber nicht nur Tsitsipas strahlte an diesem perfekten Finaltag beim EFG Swiss Open Gstaad. Auch Finalist Raphael Collignon wird nach anfänglicher Enttäuschung über seine verlorene Final-Premiere auf ATP-Stufe bald wieder lächeln können. Die aktuelle Nummer 42 der Welt klettert in der Weltrangliste auf Position 37 – seine Karriere dürfte mit diesem bislang wertvollsten Resultat nun richtig Fahrt aufnehmen. Er werde diese Woche im Saanenland nie vergessen und bestimmt wiederkommen, versprach Collignon dann auch.

«Last but not least» zeigten sich auch die Turnier-Organisatoren vollends zufrieden mit der Ausgabe 2026 des EFG Swiss Open Gstaad. Dank Stan Wawrinkas Abschiedsauftritten, den Exploits weiterer Schweizer Spieler, den immer wieder zurückkehrenden Topstars der Tennisszene und einem schillernden Superstar als Champion waren die Tribünen an vier Tagen ausverkauft und auch sonst sehr gut besetzt. «Mit rund 40’000 Besucherinnen und Besuchern konnten wir die Zuschauerzahlen nochmals erhöhen, und unsere Gäste äusserten sich begeistert», zog Turnierdirektor Jeff Collet eine rundum positive Bilanz.