Bereit den nächsten Karrierehöhepunkt

Die Erstrundenpartie von Marc-Andrea Hüsler am Dienstag endete mit einem lauten Freudenschrei: Mit einem 214 km/h-schnellen Ass verwandelte er seinen Matchball gegen den routinierten Spanier und ehemaligen Gstaad-Sieger Nicolas Almagro. Der 22-jährige Schweizer hatte soeben sein erstes Spiel auf ATP-Stufe gewonnen. „Am Schluss war es eine riesige Erleichterung. Die Anspannung wurde im Tiebreak immer grösser. Ich merkte, dass der Sieg möglich ist.“ Auch Mutter Patricia Hüsler ist mächtig stolz: „Wir haben ihn nun schon seit längerer Zeit nicht mehr live spielen sehen. Er hat in der Zwischenzeit einen grossen Sprung nach vorne gemacht.“

In der Tat hat sich Hüsler in den letzten Monaten in der Weltrangliste kontinuierlich nach vorne gearbeitet. Anfang Jahr war er noch auf dem 600. Rang klassiert, nach der Woche in Gstaad wird es erstmals ein Platz unter den Top-400 sein. Als Stärke des 196 Zentimeter grossen Rüschlikers gilt der Aufschlag. „Ich versuche mit meiner aggressiven Spielweise, die Ballwechsel durch einen guten Service abzukürzen und so den Rhythmus des Gegners zu brechen“, sagt Hüsler dazu selber. Obwohl er seinen bisherigen Karrierehöhepunkt am Dienstag auf Sand feiern konnte, bevorzugt der eher zurückhaltende Tennisprofi Hartplätze. „Diese kommen meinem Spiel entgegen, da ich einfacher auf der Grundlinie stehenbleiben und dann den Weg ans Netz suchen kann.“

Nun steht Hüsler also plötzlich im Rampenlicht. Unter Druck fühlt er sich deswegen nicht. „Facundo Bagnis wird sicher nervöser sein, zumal er sich als Qualifikant Zweitrundenpartien nicht gewohnt ist.“ Der Schlüssel zum Erfolg gegen den Argentinier wird klar wieder ein konstanter Service sein. Glückt dieser Hüsler, liegt ein Einzug in die Viertelfinals vom Freitag und ein weiterer Karrierehöhepunkt in Reichweite.

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