Auf den Spuren von Span

Umgeben von Bergen fuhr Joao Sousa gestern im Ruderboot über den Lauenensee. „Ich liebe die Natur. Sie gibt mir Energie und sorgt dafür, dass ich gute Laune habe.“ Der sympathische Portugiese wirkte locker und relaxt – ganz im Gegensatz zu seinen Auftritten auf dem Court. Er gilt als emotionaler Spieler mit grossem Kämpferherz. „Emotional bin ich sicher ruhiger im Vergleich zu früher.“

Grundsätzlich spielt Sousa lieber auf Sand, da in Portugal und später in der spanischen Tennisakademie die Unterlage quasi zu seiner Heimat wurde. „Leider gibt es vergleichsweise nur wenige Sandturniere im Tenniskalender“, bedauert er. In der Vergangenheit war der Rechtshänder auf anderen Belägen allerdings deutlich erfolgreicher und hat in den letzten Jahren zwei Turniere auf dem Hartplatz gewonnen. Im Mai 2018 gelang ihm endlich der erste Turniersieg auf Sand in seinem Heimatland Estoril. Ein gutes Omen für das J. Safra Sarasin Swiss Open Gstaad? „Mein Ziel ist es sicher, dieses Jahr über den Viertelfinal hinaus zu kommen.“ Die Verhältnisse im Berner Oberland seien zwar nicht einfach, doch er habe sich in den letzten Tagen in den Trainings darauf vorbereiten können. „Die Bälle werden durch die Höhenluft schneller, was meinem Spiel entgegenkommt.“

Als Ausgleich zum Turnieralltag verbringt Sousa nicht nur gerne Zeit in der Natur, sondern liest auch Bücher und schaut Serien. Ist der 29-Jährige Zuhause in Portugal, verbringt er die freie Zeit am liebsten mit seiner Familie und Freunden. Sie vermisst Sousa am meisten, wenn er unterwegs ist: „Leider können sie nicht jede Woche dabei sein, wenn ich an einem Turnier spiele.“

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